Konzerthighlights

November Dezember 2010 Januar April Juni 2011

 

Joja Wendt

Man müsste wirklich Klavier spielen können, wünscht man sich, wenn man diesen sagenhaften Tasten-Tausendsassa auf der Bühne erlebt. Wenn er loslegt, dann wackelt nicht nur der Konzertflügel. Der quirrlige Hamburger, der seine ungewöhnliche Karriere vor mehr als 15 Jahren im Vorprogramm von Joe Cocker begann und seitdem die Konzerthallen nicht nur zwischen Flensburg und Garmisch Partenkirchen mit begeisterten Zuschauern füllt, sondern inzwischen weit über Deutschlands Grenzen hinaus, ist wirklich der geborene Entertainer - einer, der sein Publikum zum Lachen, zum Tanzen, zum Klatschen und zum Mitschnippen bringt, als wär's eine kleine Fingerübung. Mit den Fingern ist er dabei so schnell, so virtuos und kunstvoll auf den schwarz-weißen Tasten unterwegs, dass man es kaum glauben mag. Joja Wendt live:
17.09. Mannheim, Capitol; 28.09. Winsen/Luhe, Stadthalle; 29.09. Neumünster, Stadthalle; 30.09. Achim, Aula Gymnasium; 01.10. Osnabrück, Kongress-Saal; 21.10. Husum, Kongresszentrum; 23.10. Hamburg, Laeiszhalle; 02.11. Wiesbaden, Kurhaus; 30.11. Neu-Isenburg, Hugenottenhalle; 01.12. Leverkusen, Forum; 03.12. Seesen, Kulturforum; 10.12. Cuxhaven, Kugelbakehalle; 11.12. Ahrensburg, Rust-Festival; 12.12. Norderstedt, Tribüne.

 

Kaya Yanar

Kaya YanarVon 2001 bis 2005 sorgte er mit der unvergessenen SAT1-Comedy „Was guckst du“ für Lachsalven. Gleichzeitig bewies er auf den Bühnen der Republik mit seinen Programmen „Welttournee durch Deutschland“ und „Made in Germany“ seine grandiosen Live-Qualitäten. Dabei ließ er zwar die beliebten Fernsehfiguren Ranjid oder Harkan aufmarschieren, zeigte sich dafür wesentlich bissiger und treffsicherer als im bisweilen doch sehr mainstreamkompatiblen und für den Massengeschmack weichgespülten Mattscheibenformat. Auf seiner bevorstehenden Tour wird es sicherlich kaum weniger schlagkräftig zugehen:
21.10. Hagen, Stadthalle; 22.10. Gießen, Kongresshalle; 29.10. Trier, Europahalle; 31.10. Kassel, Stadthalle; 05.11. Göttingen, Stadthalle; 07.11. Mannheim, Rosengarten; 11.11. Duisburg, Theater; 12.11. Hannover, Theater am Aegi.

 

Achim Reichel

Er ist der Mann, der die Seeluft auf seinen Konzerten verbreitet. Auf der Bühne ist der 44er Hamburger Jahrgang seit 1963 zu Hause, weshalb er bereits in drei Jahren sein sage und schreibe fünfzigjähriges Bühnenjubiläum wird feiern können. Auf seinem jüngsten Album „Michels Gold“ präsentierte er anno 2008 deutsche Dichtkunst und Romantik musikalisch im bluesigen New-Orleans-Gewand. Ein Jahr später brach er, nur mit Gitarre bewehrt, zur großen „Solo mit Euch“-Tour auf, die ihn in diesem Herbst wieder in diverse Konzerthallen führt:
27.10. Oldenburg, Kulturetage; 29.10. Peine, Stadttheater; 30.10. Bad Nenndorf, Wandelhalle; 31.10. Lengerich, Gempt-Halle; 02.11. Castrop-Rauxel, Stadthalle; 03.11. Bielefeld, Ringlokschuppen; 04.11. Köln, KulturKirche Nippes; 07.11. Krefeld, Friedenskirche; 08.11. Mannheim, Capitol.

 

David Garrett

David GarrettWenn man Virtuosität tatsächlich mit der Stoppuhr messen kann, dann ist Star-Geiger David Garrett tatsächlich extrem virtuos. Man findet sogar im Guinness-Buch der Rekorde einen Eintrag über ihn: In einer britischen Fernsehshow entwich Rimski-Korsakows legendärer „Hummelflug“ in sage und schreibe nur 66,6 Sekunden seinem Instrument. Der charismatische Teufels-Fiedler, geboren 1980 in Aachen und bereits mit 14 Jahren bei der Deutschen Grammophon als Exklusivkünstler unter Vertrag, begeistert das Publikum mit klassischen Kompositionen ebenso wie mit Rock- und Popmelodien. „Rock Symphonies“ heißt sein aktuelles Album, das er im Herbst mit großer Orchesterbegleitung live vorstellt:
27.10. Mannheim, SAP Arena; 30.10. Oberhausen,König-Pilsener-Arena; 31.10. Köln,. Lanxess Arena; 01.11. Frankfurt, Festhalle; 04.11. Hamburg, O2 World; 06.11. Düsseldorf, ISS Dome; 12.11. Bremen, Bremen Arena; 16.11. Hannover, TUI Arena; 17.11. Dortmund, Westfalenhalle; 19.11. Frankfurt, Festhalle.

 

Katie Melua

Sie ist sozusagen die folkorientierte Alternative zwischen Norah Jones oder Joss Stone, macht sich die Großtaten des Pop zueigen, interpretiert Klassiker des Blues, des Jazz, des Rock auf sensible Weise neu und singt sowohl eigene Lieder als auch jene ihres Mentors, Produzenten und Komponisten Mike Batt, der sie nach einem Talentwettbewerb in London entdeckt hatte. Und der ihr mit „Closest Thing to Crazy“ eine der schönsten Balladen aller Zeiten auf den schlanken Leib schrieb. Katie Melua hat Geschmack. Sie sucht die Songs, die sie covert, mit Bedacht aus. Den Johnny-Mercer-Klassiker „Blues In The Night“, der einst schon von Ella Fitzgerald veredelt wurde, singt sie genauso wie John Mayalls „Crawling up a hill“ oder „On the road again“ von den Woodstock-Veteranen Canned Heat. Katie Melua live:
28.10. Braunschweig, Volkswagenhalle; 01.11. Hamburg, Color Line Arena; 02.11. Köln, Lanxess Arena; 07.11. Mannheim, SAP Arena.

 

Jamie Cullum

Jamie CullumHartgesottene Jazz-Puristen halten wenig von dem 30jährigen Briten, doch Millionen von Fans sind von den anschmiegsamen, aber unkonventionellen Soundkreationen Jamie Cullums fasziniert. Seit seinem Debütalbum, das 1999 erschien, wandelt der Brite so kommerziell erfolgreich wie kaum ein anderer auf dem schmalen Grat zwischen U- und E-Musik, mischt unbekümmert sanften Jazz mit munteren Pop- und Rock-Einfällen und bedient damit das Massenpublikum gleich aller drei Musikgattungen. Im Mai diesen Jahres feierte er Triumphe auf dem Wiener Jazz-Fest. Jetzt kommt er nach Deutschland auf Tour:
31.10. Bremerhaven, Stadthalle; 01.11. Braunschweig, Stadthalle; 04.11. Hannover, Kuppelsaal; 09.11. Düsseldorf, Philipshalle; 14.12. Frankfurt, Jahrhunderthalle.

 

Madsen

Das 2004 gegründete Familienunternehmen hat sich einen Namen mit ebenso energiegeladenem wie gitarrenlastigem Rock gemacht. „Labyrinth“ heißt das neue, mittlerweile vierte Album der fünf Wendländer, von denen drei den Nachnamen Madsen tragen. Eigentlich sollte es bereits im Frühjahr live vorgestellt werden, doch da sich Sänger Sebastian Madsen bei einem Videodreh verletzte, musste die Tour in den Spätherbst verlegt werden:
01.11. Bremen, Kulturzentrum; 02.11. Leer, Zollhaus; 06.11. Bielefeld, Ringlokschuppen; 07.11. Dortmund, FZW; 09.11. Köln, E-Werk; 10.11. Neu-Isenburg, Hugenottenhalle; 09.12. Krefeld, Kulturfabrik; 14.12. Hannover, Capitol; 17.12. Hamburg, Docks.

 

Aura Dione

Aura DioneBereits mit sechs Jahren schrieb die exotische Dänin, Tochter einer farörisch-französischen Musiklehrerin und eines dänisch-spanischen Gitarrensammlers, ihre ersten eigenen Songs. Und bis sie sieben war, bereiste sie mit ihren Eltern per Segelboot die Wel – eine Biographie, die nicht von ungefähr an Heather Nova erinnert. Ihr Debütalbum „Columbine“ erreichte in ihrer dänischen Heimat sechsfachen Platinstatus. Und während den deutschen Fans noch ihr erster Singleerfolg in Deutschland „I will love you Monday“ angenehm in den Ohren klingt, kommt die Dame mit ihren nächsten Single-Auskopplungen „Song für Sophie“ und „Something for Nothing“ im Gepäck auf Deutschland-Tour:
02.11. Hannover, Capitol; 03.11. Köln, Gloria Theater; 04.11. Darmstadt, Centralstation; 09.11. Mannheim, Capitol; 14.11. Oldenburg, Kulturetage; 15.11. Hamburg, Grünspan; 17.11. Recklinghausen, Vest Arena; 27.11. Bad Arolsen, Outback.

 

Peter Maffay

Mit großer Hallentournee begeht good old Maffay in diesem Jahr sein 40jähriges Bühnen-Jubiläum. Angefangen hat alles einmal mit der Ballade „Du“. In diesem Jahr hat der gebürtige Rumäne mit dem Album „Tattoos“ 13 seiner größten Hits noch einmal mit klassischer Orchesterbesetzung neu eingespielt, darunter natürlich Evergreens wie „Sonne in der Nacht“, „Über sieben Brücken“ oder „Und es war Sommer“. Jetzt kommt er mit seiner Band und dem Philharmonic Volkswagen Orchestra auf Tour:
02.11. Hamburg, O2 World; 06.11. Halle, Gerry-Weber-Stadion; 10.11. Bremen, Arena; 13.11. Hannover, TUI Arena; 14.11. Mannheim, SAP Arena; 18.11. Frankfurt, Festhalle; 19.11. Dortmund, Westfalenhalle; 26.11. Frankfurt, Festhalle; 27.11. Trier, Arena.

 

Amy MacDonald

Amy MacDonaldMit ihrem Debütal „This Is The Life“ gelang der Schottin Amy MacDonald 2008 ein Überraschungserfolg. Allein in Deutschland verkaufte sie über 1,5 Millionen Alben. In diesem Frühjahr meldete sich die 22jährige Songwriterin mit „A Curious Thing“ zurück und konnte an Qualität und Absatzzahlen des Erstlings anknüpfen. Im November will sie ihren deutschen Fans beweisen, dass sie auch live das Zeug zur Dauerbrennerin hat:
07.11. Hamburg, O2 World; 08.11. Frankfurt, Jahrhunderthalle.

 

Richard Marx

Richard Marx

In den 80er Jahren sang er mit lockiger Mähne vom „Endless Summer“ und „Right Here Waiting“ und ließ damit weltweit die Herzen der weiblichen Zuhörer dahinschmelzen. Dass er die melancholischen Balladen immer noch beherrscht, bewies Richard Marx anno 2004 mit seinem bis dato letzten Album „My own best enemy“. Dass er live jedoch noch wesentlich mehr kann als nur den ganz großen gesungenen Herzschmerz zeigte er nicht nur als Support für Tina Turner, sondern auch bei seinen vielen weiteren Stippvisiten auf deutschen Konzertbühnen. Im Herbst ist er einmal mehr live zu erleben:
09.11. Köln, Tanzbrunnen; 10.11. Hannover, Capitol; 15.11. Mainz, Frankfurter Hof; 16.11. Hamburg, Fliegende Bauten.

 

Die Fantastischen Vier

Eine Zeile aus ihrem neuen Song „Wir Gladiatoren“ lautet „Irgendwann fällt der Vorhang/ und wir geben dem Privatleben Vorrang“. Sollten die Fantastischen Vier gar ähnlich den Scorpions, Simply Red oder A-Ha so langsam aber sicher ans Aufhören denken? Immerhin: Die Rap-Pioniere sind mittlerweile über 40 und gesetzte Familienväter. Und sind – wenn man mit scharfem Bleistift nachrechnet – neben den Beastie Boys – mittlerweile die weltweit am längsten aktive Rap-Band. Aber keine Angst, vielmehr kokettieren Thomas D., Smudo, And.Ypsilon und Michi Beck schon seit Jahren – wie sie unumwunden zugeben – immer mal wieder mit dem Abschied. Ohne ihn aber wirklich in die Tat umzusetzen. Und die troyen Begleiter der Fantas dürfen sich auch weiter auf viele Live-Termine freuen:
10.11. Mannheim, SAP Arena; 11.11. Bremen, Arena; 18.11. Trier, Arena; 20.11. Frankfurt, Festhalle; 21.11. Oberhausen, König-Pilsener-Arena; 23.11. Hamburg, O2 World; 24.11. Köln, Lanxess Arena.

 

OMD

OMD32 Jahre haben sie mittlerweile auf dem Buckel, die großen alten Veteranen des Wave und des Synthie Pops. Mit „Enola Gay“ und „Locomotion“ schrieben Orchestral Manoeuvres in the Dark einst Musikgeschichte und definierten wie wenige andere den elektronischen Sound der 80er Jahre. Wie sie viele Bands dieser Ära begann Ende der 80er Jahre eine langjährige Funkstille. Offiziell führte Sänger Andy McCluskey die Band noch bis 1998, doch erst 2006 fand die Originalbesetzung aus McCluskey, Paul Humphreys, Malcolm Holmes und Stuart Kershaw wieder zusammen. Für dieses Jahr ist mit „History of modern“ das erste offizielle Studioalbum seit 14 Jahren angekündigt. Mit ihm kommen OMD im Herbst auf Tour:
11.11. Köln, E-Werk; 12.11. Hannover, Capitol; 19.11. Hamburg, Docks.

 

Joe Cocker

Joe CockerEs ist schon lange ein Ritual: Alle drei Jahre meldet sich der mittlerweile 66jährige Woodstock-Veteran, seit 2007 auch zum „Officer of the Order of the British Empire“ ernannt, mit einem neuen Album zurück, um erneut Rock- und Soulklassiker sowie Coverversionen berühmter Kollegen mit der markantesten Reibeisenstimme der Rockgeschichte zu illustrieren. Überraschungen sind bei dem neuen Werk „Hard Knocks“ ebenso wenig zu erwarten wie bei den Vorgängern „Hymn for My Soul“ von 2007 oder „Heart & Soul“ von 2004. Mit seiner Stimme kann der schon vor Jahrzehnten vom Skandal-Junkie zum Gesundheitsapostel konvertierte ehemalige Klempner aus Sheffield immer noch das Kaminholz für einen ganzen Winter zersägen. In diesem Herbst steht der charismatische Rock-Schwerarbeiter wieder auf bundesdeutschen Konzertbühnen:
11.11. Frankfurt, Festhalle; 21.11. Bielefeld, Seidenstickerhalle; 23.11. Bremen, Arena; 24.11. Hannover, AWD Hall; 26.11. Hamburg, O2 World; 03.12. Mannheim, SAP Arena; 04.12. Oberhausen, König Pilsener Arena.

 

Scoprions

Man wundert sich ja schon ein wenig, weshalb die Scorpions ausgerechnet jetzt ihr Karriere-Ende verkünden. Altersgenossen wie AC/DC oder Iron Maiden sind zur Zeit so angesagt wie seit 20 Jahren nicht mehr, und im Zuge eines allgemeinen Hardrock-Revivals tauchen momentan sogar längst totgeglaubte Veteranen wie Foreigner oder Krokus auf einmal wieder aus der Versenkung auf. Aber im Gegensatz zu Zarah Leander, die zig mal ihr angekündigtes Karriere-Ende revidierte, soll bei den Scorpions ein Wort ein Wort sein und bleiben: Ihr gerade erschienenes Album „Sting in the tail“ - zwar grundsätzlich genauso familientauglich, wie sich die Scorpions seit nunmehr rund 20 Jahren geben, aber durchweg etwas härter und rockiger gehalten - soll tatsächlich das letzte sein, die gerade begonnene Welttournee die vielbeschworene „Zielgerade“ ihrer einmaligen Laufbahn am Rock-Firmament. Genießen wir sie noch ein letztes Mal:
12.11. Mannheim, SAP Arena; 13.11. Köln, Lanxess Arena; 19.11. Hamburg, Color Line Arena.

 

Simply Red

Nun soll es also endgültig vorbei sein. Offiziell haben Mick Hucknall und seine Band Simply Red ja schon mehrmals ihren Abschied von den Live-Bühnen angekündigt. Aber irgendwie erging es ihnen immer ein wenig wie Zarah Leander, die ja auch nach soundsovielen Abschieden immer wieder ein neues Comeback feierte. Aber diesmal wollen sie wirklich ernst machen: „Fairwell - The Final Show“ ist die Welttournee von Simply Red überschrieben, die sie in acht Monaten durch 78 Städte führt und nach der die Band endgültig Geschichte sein soll. Ende des Jahres sagen Mick Hucknall & Co. auch ihren Fans in Deutschland Winke-Winke:
13.11. Berlin, O2 World; 16.11. Leipzig, Arena; 17.11. Frankfurt, Festhalle; 24.11. München, Olympiahalle; 26.11. Stuttgart, Schleyerhalle; 27.11. Mannheim, SAP Arena; 29.11. Hamburg, O2 World; 30.11. Oberhausen, König Pilsener Arena; 01.12. Köln Lanxess Arena.

 

Deep Purple

Seit dem Ausstieg des Bandgründers und ewigen Enfant terrible Richie Blackmore im Jahr 1993 sonnen sich die Hardrock-Veteranen im ewigen dritten Frühling. Bereits vor zwei Jahren feierten sie – man mag es kaum für möglich halten – ihr vierzigjähriges Bandjubiläum. Doch auch ein solch gesetztes Alter hält die verbliebenen Bandmitglieder Ian Gillan, Steve Morse, Roger Glover, Ian Paice und Don Airey nicht davon ab, weiterhin die Konzertbühnen dieser Welt zu bereisen. Smoke on the water forever:
13.11 Trier, Arena; 16.11. Mannheim, SAP Arena; 24.11. Braunschweig, Volkswagenhalle; 26.11. Oldenburg, Weser-Ems-Halle; 27.11. Hamburg, Sporthalle; 28.11. Essen, Grugahalle.

 

Unheilig

Gestatten, Graf. Wie Graf? Herr Graf? Nein, einfach nur der Graf. Unter diesem ebenso schlichten wie klangvollen Pseudonym ihres Sängers, Texters und Produzenten avancierten Unheilig innerhalb von zehn Jahren zu einer der erfolgreichsten Synth und Electro Rockbands Deutschlands. Ihr siebtes Studioalbum „Große Freiheit“ erklomm im Januar diesen Jahres auf Anhieb die Pole Position der deutschen Charts. Emotionale Balladen, gepaart mit harten Gitarrenriffs und Synthie-Rock à la Rammstein sind das Markenzeichen der gräflichen Equipe. Ab November geht es auf große Deutschland-Tour:
13.11. Siegen, Siegerlandhalle; 18.11. und 19.11. Frankfurt, Jahrhunderthalle; 27.11. Münster, Münsterlandhalle; 04.12. Bremen, Arena; 10.12. Braunschweig, Volkswagenhalle; 15.12. Kassel, Stadthalle; 16.12. Mannheim, Maimarkthalle; 18.12. Trier, Arena; 30.12. Düsseldorf, Philipshalle.

 

Juli

Mit ihrem ersten Hit „Die perfekte Welle“ lieferten sie das Motto für das seit einigen Jahren wieder ungemein florierende Deutschpop-Geschäft. Während andere Bands jedoch auf dieser perfekten Welle erfolgreich weiterschwammen, taten Juli es ihren ganz ähnlich gestarteten Kollegen Wir sind Helden gleich und gönnten sich eine längere Auszeit. Nahezu drei Jahre war es still um die Giessener Formation. Dabei hatten Eva Briegel und ihre Jungs das Deutschpop-Projekt keinesfalls auf Eis gelegt, sondern werkelten hinter den Kulissen kräftig am neuen Album „In Love“, das seit Mitte September erhältlich ist. Im November sind sie auf Tournee:
18.11. Olsberg, Konzerthalle; 19.11. Köln, E-Werk; 24.11. Dortmund, FZW; 29.11. Neu-Isenburg, Hugenottenhalle; 30.11. Hamburg, Große Freiheit.

 

Faithless

14 Jahre ist es mittlerweile her, dass Faithless ihr Glaubensbekenntnis verkündeten: „God is a DJ“. Damit wurden sie Wegbereiter für den Erfolg heutiger DJs als echte Popstars so wie David Guetta, Timbaland, Tiësto oder Stromae, etwas, was der DJ-Generation der 90er Jahre wie Sven Väth oder Marusha nie wirklich gelang. Jetzt haben sich die britischen Dancefloor-Päpste mit dem neuen Album „The Dance“ zurückgemeldet. Als Gastmusiker haben sich Maxi Jazz, Sister Bliss und Mastermind Rollo den Sänger Dougy Mandagi von The Temper Trap, Itch von The King Blues sowie Mia Maestro mit ins Studio geholt. Faithless live:
19.11. Hamburg, Sporthalle; 22.11. Ludwigsburg, Arena; 23.11. Berlin, Tempodrom; 25.11. Düsseldorf, Philipshalle.

 

Dietmar Wischmeyer und Oliver Kalkofe

ArschkrampenEndlich haben sie sich nicht nur wieder lieb, sondern stehen auch wieder gemeinsam auf der Bühne. Anfang der 90er Jahre waren Dietmar Wischmeyer und Oliver Kalkofe die maßgeblichen Autoren und Sprechern des damals für die deutsche Comedy so wegweisenden FFN Frühstyxradio. Wer aus dem Sendegebiet des einstmals in Isernhagen, heute in Hannover beheimateten Privatsenders erinnert sich nicht an unendlich viele Sonntag Vormittage, die stets von 9 Uhr bis 12 Uhr mit aufnahmebereitem Cassettenrekorder vor dem Radio ausgeharrt wurden, um die (für die damalige Zeit noch) herrlich geschmacklosen Kalauer des massenmordenden Herrn Radiooven, des speckigen Märchenerzähler Onkel Hotte, des Denglisch-brabbelnden Fremdenführer Alfons Derra, des sadistisch veranlagten Kleinen Tierfreunds, der durchgeknallten Crew der FFNterprise oder der Mega-Blondine Uschi zu lauschen. Dann allerdings gingen beide lange getrennte Wege: Wischmeyer blieb dem Radio treu und verewigte sich unter anderem als Autor der unglaublich treffenden „Schwarzbücher der Bekloppten und Bescheuerten“, Kalkofe hingegen zog es mit seiner „Mattscheibe“ zunächst zum Fernsehen und dann mit der Edgar-Wallace-Persiflage „Der Wixxer“ auch zwei mal ins Kino. Jetzt kommen die beiden jetzt wieder als die legendären Arschkrampen Gürgen Ferkulat und Kurt Krampmeier auf die Bühne zurück. Unter dem Titel „War mir schlecht - Warten auf Gertrud“ gibt´s wieder ordentlich „Kopp zu!“ für den Ferkelwämser und vor allem ganz, ganz viel Bier mit Zaziki! Prost!
19.11. Nienburg, Theater; 24.11. Stade, Stadeum; 25.11. Lingen, Theater; 26.11. Braunschweig, Stadthalle; 27.11. Dortmund, Fritz-Henßler-Haus; 28.11. Bielefeld, Ringlokschuppen; 30.11. Bremen, Pier 2; 01.12. Diepholz, Theater; 02.12. Göttingen, Stadthalle; 07.12. Oldenburg, Weser-Ems-Halle; 08.12 Osnabrück, Stadthalle; 06.01.2011 Hannover, Theater am Aegi; 09.01.2011 Hamburg, Große Freiheit.

 

Selig

SeligSie waren Mitte der 90er Jahre das deutsche Aushängeschild in Sachen Grunge. 1997 kreierten sie den legendären Soundtrack zu Til Schweigers melancholischer Kino-Odyssee „Knockin on Heaven’s Door“, doch nur wenige Monate darauf gaben Selig ihre Auflösung bekannt. Umso mehr erstaunte und freute es die Fans, als sich die Hippie-Grunger anno 2009 zwar um elf Jahre gealtert, musikalisch aber so taufrisch wie der junge Morgen mit dem Album „Und endlich unendlich“ zurückmeldeten. In diesem Herbst sind sie erneut live zu erleben:
22.11. Köln, E-Werk; 01.12. Münster, Skaters Palace; 02.12. Dortmund, FZW; 04.12. Mannheim, Alte Feuerwache; 05.12. Dortmund, Centralstation; 06.12. Frankfurt, Batschkapp; 08.12 Bielefeld, Ringlokschuppen; 09.12 Hannover, Capitol; 10.12. Bremen, Aladin; 20.12. Hamburg, Docks.

 

Bushido

BuschidoLange Zeit gehörte das Krawallmachen und das Aufdiebarrikadenbringen von Eltern, Erziehungswissenschaftlern und CDU-Politikern zu seinen Markenzeichen. Doch der große, böse Mann des deutschen Gangsta-Raps scheint sich zeitgleich mit seiner Filmkarriere unter den Fittichen von Bernd Eichinger und Uli Edel vorgenommen zu haben, das Image des ultraschrecklichen Skandalvokalisten abzulegen. Auf Bushidos Auftritten fallen zwar immer noch Begriffe, bei denen die Großmutter sofort zur Seife zwecks Mundreinigung greifen würde. Doch für Anis Mohamed Youssef Ferchichi steht mittlerweile wieder die Musik im Vordergrund und nicht mehr die Skandalschlagzeile. Bushido live:
25.11. Kiel, Max; 26.11. Hannover, Capitol; 27.11. Münster, Skaters Palace; 28.11. Hamburg, Docks; 29.11. Köln, Live Music Hall; 30.11. Oberhausen, Turbinenhalle; 01.12. Mannheim, Capitol; 03.12. Giessen, Hessenhalle; 17.12. Bielefeld, Ringlokschuppen.

 

Lostboy! Aka Jim Kerr

LostboyNeben seiner seit Jahrzehnten ungebrochenen und dauerhaften Karriere mit den Simple Minds hat Sänger Jim Kerr sich in diesem Jahr erstmals in Solo-Aktivitäten gestürzt und mit „Lostboy! Aka Jim Kerr“ sein erstes Solo-Album veröffentlicht. Herausgekommen ist ein Werk, das alles andere ist als nur die soundsovielte Simple-Minds-Variation. Gemeinsam mit Produzent Jez Coad fand der mittlerweile 51jährige Schotte zu musikalischen Pfaden, die den Bogen aus den 70er Jahren und die Ära des New Wave bis in die Gegenwart spannten. Als Solist klingt Jim Kerr energiegeladener und dynamischer als mit den Simple Minds, die elektronischen Einflüsse verweisen eindeutig auf die 80er Jahre und muten dennoch nicht altertümlich an. Selbst Simple-Minds-Gitarrist Charlie Burchill zeigte sich von dem ersten Solo-Output seines Frontmanns so angetan, dass er gegenüber der Presse äußerte: „So etwas hätten wir schon viel früher machen sollen.“ Jim Kerr live:
29.11. Hamburg, Knust; 30.11. Köln, Luxor; 02.12. Hannover, Musikzentrum.

 

Motörhead

Motörhead

Seit 1975 hat dieses raubeinige Trio unzählige Bands beeinflusst, von Metallica über Rammstein bis zu Blink 182. In diesem Jahr rockten Motörhead als Headliner das gigantische Wacken Open Air und zeigten, wie wenig man sie nach wie vor zum alten Eisen zählen darf. Auch Sänger und Bassist Ian „Lemmy“ Kilmister verwahrte sich gegenüber der Presse dagegen, als „Rock-Dinosaurier“ bezeichnet zu werden: „Wir sind Trendsetter und keine Nachahmer“, diktierte er den Kollegen der schreibenden Zunft in den Schreibblock. „Wir spielen immer noch jede junge Band an die Wand.“ Das dürften sie auch auf ihrer bevorstehenden Tournee unter Beweis stellen:
30.11. Düsseldorf, Philipshalle; 01.12. Hannover, AWD Hall; 03.12. Trier, Arena.

 

Fettes Brot

Auch wenn Sprechgesang mit deutschen Texten lange schon nicht mehr so revolutionär und aufsehenerregend ist wie Mitte der 90er Jahre, als Fettes Brot mit „Jein“ die Hitparaden stürmten - auch im 18. Jahr ihres Bestehens stehen die Dinos mehr als stabil auf den Beinen. Schon vor fünf Jahren wurde der HipHop von der Musikpresse zum totgesag-testen Genre nach Grunge erklärt, was Bands wie eben Fettes Brot immer wieder eindrucksvoll widerlegen. Auch wenn König Boris, Doktor Renz und Björn Beton die aufsässige und durchweg amüsante Attitüde ihrer Anfangsjahre inzwischen ein wenig abgeht: Live sollte man sie dennoch nicht verpassen:
30.11. Fürth, Stadthalle; 03.12. Lingen, Emslandhallen; 04.12. Hannover, AWD Hall; 07.12. Münster, Halle Münsterland; 10.12. Hamburg, O2 World; 16.12. Dortmund, Westfalenhalle.

 

Stanfour

Seit 2004 sind die acht Schleswig-Holsteiner auf europäischen Konzertbühnen ebenso unterwegs wie in den Charts. Ihr erster großer Single-Erfolg „For All Lovers“ setzte sich monatelang in den Gehörgängen der Radio- und Plattenhörer fest und war genauso hartnäckig nicht aus den Charts zu vertreiben. Zu einer ihrer Karrierehöhepunkten zählte die gemeinsame Tournee mit den Norwegern A-Ha. „Rise and Fall” heißt ihr neues, mittlerweile zweites Album. Mit ihm sind sie ab Dezember auf Tournee:
01.12. Bielefeld, Ringlokschuppen; 02.12. Krefeld, Kulturfabrik; 03.12. Hannover, Capitol; 05.12. Dortmund, FZW; 07.12. Frankfurt, Batschkapp; 10.12. Kaiserslautern, Kammgarn; 12.12. Bremen, Modernes; 14.12. Hamburg, Große Freiheit.

 

Shakira

ShakiraMusikalisch ist die gerade zu Ende gegangene Fußball-Weltmeisterschaft die von Shakira gewesen. Am 10. Juni trat sie mit Freshleyground beim „FIFA World Cup Kick-off Celebration“-Konzert auf, und ihr WM-Titelsong „Waka waka (this time for Africa)“ erreichte nach drei Wochen auf Platz eins der Media Control Charts in Deutschland Platinstatus. Auch beim WM-Abschluss-Konzert in Johannesburg durfte sie natürlich nicht fehlen. Im Spätherbst kommt der columbianische Megastar zu einigen wenigen Hallenkonzerten nach Deutschland:
08.12. Frankfurt, Festhalle; 09.12. Berlin, O2 World; 11.12. Köln, Lanxess Arena.

 

Jan Delay & Disco No. 1

Anno 2009 absolvierte er im Zuge seiner „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ einen wahren Triumphzug durch bundesdeutsche Konzerthallen. Längst ist aus dem Rap-Shootingstar von einst, der Nenas „Irgendwie irgendwo irgendwann“ charttauglich verknödelte, ein etablierter Entertainer geworden, der seine hippen Hiphop-Klamotten gegen einen schnieken Designer-Anzug auf der Bühne getauscht hat und dessen Band Disko No. 1 so traumwandlerisch sicher zusammenspielt, als habe sie ein Maceo Parker zusammengeschraubt. Jetzt legt er eine Live-Zugabe drauf:
20.01.2011 Wolfsburg, Congress Park; 21.01.2011 Düsseldorf, Philipshalle; 20.01.2011 Lingen, Emslandhalle; 24.01.2011 Offenbach, Stadthalle; 25.01.2011 Göttingen, Stadthalle; 26.01.2011 Oldenburg, Weser-Ems-Halle.

 

Lena

LenaVor einem Jahr noch kannte sie noch kein Mensch, doch das Fräuleinwunder aus Hannover hat nur in wenigen Monaten das erreicht, was alle die synthetischen Pseudo-Popstars aus der Bohlen-Retorte so gerne wären: Sie ist seit ihrem Durchmarsch bei Stefan Raabs „Unser Star für Oslo“ und ihrem ebenso überwältigenden wie begeisternden Sieg beim European Song Contest wirklich ein Superstar. Umso sehnlicher warten ihre Fans auf die ersten Live-Auftritte der kleinen-riesengroßen Pop-Königin. Im Frühjahr 2011 tourt Lena Meyer-Landrut durch die ganz großen Konzerthallen der Republik, die Karten gibt es schon jetzt:
14.04.2011 Hannover, TUI Arena; 15.04.2011 Frankfurt, Festhalle; 19.04.2011 Dortmund, Westfalenhalle; 20.04.2011 Hamburg, O2 World; 29.04.2011 Köln, Lanxess Arena.

 

Roger Waters - The Wall

Schon als Konzeptalbum von Pink Floyd wurde „The Wall“ 1979 unsterblich und avancierte mit über 30 Millionen zum wahrscheinlich erfolgreichsten Doppelalbum aller Zeiten. 1980 erlebte „The Wall“ seine Bühnenpremiere, wobei es auf Grund der enorm aufwändigen Konzeption und Bühnentechnik weltweit nur in vier Städten aufgeführt wurde. Im Juli 1990 folgte dann, ein Dreivierteljahr nach dem Fall der Berliner Mauer, die legendäre Aufführung durch Roger Waters in Berlin mit Van Morrison, den Scorpions, Cyndi Lauper, Sinéad O´Connor, Joni Mitchell, Jerry Hall, Bryan Adams und den Hooters als Interpreten. Jetzt kehrt das Mammut-Konzertspektakel in die Konzerthallen zurück, geleitet wiederum vom Pink-Floyd-Renegaten Roger Waters, der die Rechte an „The Wall“ besitzt:
04.06.2011 Mannheim, SAP Arena; 10.06.2011 und 11.06.2011 Hamburg, O2 World; 15.06.2011 und 16.06.2011 Berlin, O2 World; 18.06.2011 Düsseldorf, Esprit Arena.

 

JoJo